Pils von Bitburger

Mit „Bitte ein Bit“ haben die Eifler einen gängigen Spruch geschaffen. Zudem flitzten dereinst Formel 1-Boliden mit ihrem Logo im Kreis herum – lässt sich ihr Pils lange bitten?

Im Marketing waren die Bitburger schon immer stark. Zudem haben sie seit den 80ern mehrere Brauereien unter ihrem Firmennamen vereint, die im Markt und in den Regalen allesamt bereits für sich einen guten Stand hatten. Und auch, wenn niemand ernsthaft „ein Bit“ bestellt, der Spruch ist trotzdem etabliert… und was auch immer ein „Siegelhopfen“ ist, er hat immerhin dazu geführt, dass die Bedeutung des Hopfens schon in aller Munde war, lange bevor das erste Craft-Bier in Deutschland aus dem Hahn floss.

Wer unsere Bierkurzrezensionen in unseren Podcasts verfolgt, dem bleibt nicht verbrogen, dass wir gelegentich von den „gesichtslosen“ manchmal gar dne „seelenlosen“ Multis sprechen. Das ist natürlich polemisch, unserer guten Laune geschuldet und auf keinen Fall ernst gemeint. Obwohl wir Produkte kleinerer Braustätten prinzipiell spannender finden, muss unserer Ansicht nach ein Bier einer „Großbrauerei“ – ein Begriff der eigentlich auf deutsche Firmen in dem Segment überhaupt nicht passt – keinesfalls schlecht sein und schon gar ncht „seelenlos“. Abgestimmte Brauprozesse, eine einheitliche Qualität der Grundprodukte und eine daraus resultierende Wiederkennbarkeit des Endprodukts haben zudem auch etwas für sich.

Beim Pils von Bitburger handelt es sich definitiv um einen herberen Vertreter der Sorte, gleichzeitig zeichnet sich das Bier durch eine bestechende Frische aus, die es insbesondere in der gezapften Variante zu einem leichten Genuss für Zwischendurch macht, Es ist das ideale Zeit-totschlag-Bier, wenn man mal irgendwo zu warten hat oder die eigentlichen Pläne des Tages sich noch nicht so Recht entfalten wollen.

Und auch wenn Sinn, Ziel und Ursprung des berühmten Hopfens auch im Unklaren verharren mögen, eines ist sicher: der Siegelhopfen bleibt bis zur Neige erhalten und hallt auch lange im Gaumen nach. Zu diesem Bier greift man, wenn man mal ganz ohne Ecken und Kanten durch den Tresen-Boxenstopp möchte.

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