In der guten Tradition der Craft Beer-Adventskalender testen wir an vielen Tagen ein Bier aus eben einem solchen Adventskalender. Heute der Kalender von Beyond Beer / Brausturm mit Prenzlauer 0 von Pohjala.

Das Prenzlauer 0 von Pohjala ist ein Non-alcoholic Raspberry Sour. Der Name spielt auf das bekannte Berliner Quartier an, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das ironisch oder anerkennend gemeint ist. Vielleicht ja beides: Die Dose ist mit verschiedenen Fotos vermutlich aus dem Viertel bedruckt, die alle so ein bisschen uninteressant sind.
Im Glas zeigt sich ein sattes Rot, trüb und einladend. Die Perlage ist beim Einschenken kräftig sprudelnd – und das spüre ich auch beim Trinken. In der Nase dominiert süß-fruchtig nach Himbeere. Direkt und unverhohlen. Der Geschmack erfüllt, was die Nase verspricht, und ergänzt das Ganze mit einem Spritzer Säure, der die Himbeere relativiert und das Ganze ausbalanciert.
Pohjala ist immer für Qualität gut – auch hier ist die Umsetzung gelungen. Die Himbeere ist nicht künstlich, die Säure nicht aggressiv, alles funktioniert zusammen. Das Problem hierbei ist nicht das Bier: Ich bin einfach nicht so der Raspberry-Sour-Typ. Das ist wieder so ein mit Obst gepimptes Bier, auch wenn es wirklich ein besseres seiner Art ist.
Würde ich es wiedertrinken? Eher nicht. Aber nicht wegen schlechter Handwerkskunst, sondern weil es eiskalt im Sommer für jemanden ist, der sich freiwillig mehr Frucht ins Bier wünscht als ohnehin schon da ist. Aber für Raspberry-Sour-Fans ist das ein Volltreffer.
